Hosting the Hosts

Hosting the Hosts

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00:00:00: Ich würde mir wünschen für uns Menschen, dass es weiterhin auch eine Bedeutung hat auf andere Menschen in der Realität zu treffen und mich mit ihnen ehrlich auszutauschen.

00:00:12: Und von ihnen Dinge zu erfahren, mit ihnen in den Austausch zu kommen.

00:00:18: also ich glaube damit sich Menschen weiter entwickeln können brauchen sie die Interaktion mit Menschen und nicht nur mit der KI.

00:00:28: das bringt uns nicht wirklich weiter.

00:00:34: Herzlich willkommen bei Hosting the Hosts.

00:00:38: Ein IG-Hobroadcast für professionelle Gastgeberinnen und Gastgebern, vor und mit Anderin Willi.

00:00:48: Herzlich Willkommen zur fünftigsten Episode von Hosting The Hosts live von der IG in Basel!

00:00:55: Die Stimme ganz am Anfang gehört.

00:00:57: Frau Prof.

00:00:58: Dr.

00:00:58: Vanessa.

00:00:59: Borgmann, danke fürs Mitmachen.

00:01:01: Sehr sehr gerne!

00:01:03: In dieser Jubiläumsfolge in der wir aber nicht zurück sondern vor allen Dingen nach vorne schauen wird es zukunftsträchtig weil Vanessa Borgman wenn man es kurz zusammenfassen möchte Zukunftsforscherin ist und für das IGEO-Projekt Hotel Utopia die Zukunft des Hotels die Zukunft der Hotellerie skizziert hat.

00:01:23: Sie leitet den Forschungsbereich Stadtsystemgestaltung und das Team Extended Environments vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, IAO in Stuttgart.

00:01:33: Und das Projekt Future Hotel Innovation Network, dass sie selbst im Jahr eight gegründet hat.

00:01:40: ich bin schon sehr gespannt wohin uns diese Reise führen wird wie wir uns auswärts beten werden.

00:01:47: aber liebe Vanessa bevor es losgeht kommst auch du nicht um Max Frisch herum.

00:01:53: Ich habe seinen Fragebogen hier und für dich drei Fragen aus diesem berüchtigten Frageboggen herausgezückt.

00:02:01: Und es würde mich als erste Frage interessieren, möchten Sie das absolute Gedächtnis?

00:02:10: Nein auf gar keinen Fall!

00:02:12: Warum?

00:02:14: Dann hab ich so viel historische Last in mir.

00:02:18: Ich möchte lieber den Blick in die Zukunft und möchte mich auf Neues freuen.

00:02:23: bei mir überwiegt die Neugierde über das Wissen Aus der Vergangenheit.

00:02:33: Ich

00:02:37: habe mich schon ganz gut damit zurechtgefunden, dass ich in Deutschland geboren wurde und Deutsche bin mit allem was da auch an Lasten einhergeht.

00:02:49: wenn ich mir jetzt vorstelle das könnte eine ganz andere Kultur sein Ich glaube, da müsste die wirklich komplett anders sein.

00:02:57: Also ich könnte mir gut vorstellen irgendwo sehr naturverbunden zu leben mit viel Spiritualität Sehr starker Nähe zur Natur Verbindung mit der Natur.

00:03:13: Das wäre zumindest ein Experiment auf das ich mich gerne mal temporär einlassen würde.

00:03:18: aber Nee!

00:03:19: Ich mag meine

00:03:20: Wurzeln.

00:03:21: Kommen wir zur dritten Frage Wenn der Tod ist möchten sie wiedersehen?

00:03:27: Na vielleicht Jesus, der könnte mir mal einiges

00:03:29: erklären.

00:03:30: Das wäre sicher sehr spannend!

00:03:33: Wobei wenn du ja in virtuellen Welten unterwegs bist und du wirst zum Teil in virtuelle Welten im Metaverse unterwegs dann könntest du ihn ja treffen?

00:03:45: Ja die Frage ist nur wie viel er mir dann ehrlich und aufrichtig erzählen kann.

00:03:52: Sehr deine Arbeit sich mit Utopien unter anderem zu beschäftigen und das ist auch das Zentrum von unserer Diskussion, dass Hotel Utopia eine Zeitreise in ein Hotel des Jahres zwanzig fünf und achtzig.

00:04:05: Welchen Stellenwert wird die Hotellerie in dieser Welt der Utopien also in sechzig Jahren haben?

00:04:12: Die Utopie in sechszig Jahren ist ja nichts was wir ganz konkret fassen können.

00:04:17: Wir können nur Tendenzen jetzt aufnehmen und vor allem können wir uns eine Welt wünschen.

00:04:22: das ist genau diese Utopi.

00:04:26: Die Hotellerie wird viel mehr als heute noch ein Ort sein, in dem der Gast und der Mensch auch die Mitarbeitenden, die dort sind wirklich im Zentrum der Betrachtung stehen.

00:04:37: Und es kann man sagen das ist doch gar nichts Neues.

00:04:39: Das ist heute in der Hotellerier auch schon so!

00:04:43: Wir werden aber neue Möglichkeiten haben diesem Anspruch gerecht zu werden – und das ist das eigentlich Spannende.

00:04:50: also wie können wir noch besser?

00:04:52: Menschen unterstützen, Menschen förderliche Umgebungen schaffen.

00:04:56: Services bereitstellen die heute undenkbar sind weil wir einfach nicht über die notwendige Technologie das Wissen wissenschaftlichen Erkenntnisse oder auch die ökonomischen Rahmenbedingungen so verfügen dass bis heutigen umsetzen können.

00:05:12: Wenn wir jetzt einen Sprung nach vorne machen und ein bisschen den zentralen Aussagewunsch von dem Projekt beschreiben.

00:05:20: Was ist so?

00:05:21: die zentrale Idee, was ist dabei rausgekommen?

00:05:25: Also die zентrale Idee ist wissenschaftliche Erkenntnisse von heute und das Wissen über Trends- und Entwicklungen in die Zukunft zu antizipieren und damit Welten zu schaffen – Gastwelten für das Hotel Utopia im Jahr zwanzig fünfund achtzig, die menschlichen Bedürfnisse eines Reisenden einer Reisende besser adressieren als heute.

00:05:50: Und das haben wir getan im Rahmen dieses Projektes.

00:05:53: Wir haben viel dazu gelesen, viel Wissen zusammengetragen im Rahmen von Workshops.

00:05:58: Das auch kritisch diskutiert und reflektiert um dann eben diese Zukunftsvision Hotel Utopia so zu gestalten dass wir es hier auf der IGEWO-Messe den Menschen näher bringen können.

00:06:14: Die beste Idee der Zukunft hilft nichts, wenn man sie nicht den Menschen vermittelt und nicht in den Diskurs bringt.

00:06:20: Das ist natürlich eine ganz tolle Möglichkeit jetzt aus Sicht einer Wissenschaftlerin dass wir eben genau diese Ergebnisse dieser Ideen Jetzt in vielfältiger Weise hier auf der Messe auch erlebbar machen können und in den Diskurs bringen, ob im Rahmen von Panel-Diskussionen mit Experten oder Expertinnen.

00:06:38: Oder eben über die Exponate, die draußen erlebbar sind und natürlich auch die mediale Verbreitung von zum Beispiel unserem Film Der Zukunftsvisionen.

00:06:47: Man sieht wie die Menschen draußen interagieren mit Robotern.

00:06:51: also auch das eine Zukunftsvision, ein Zukunftsbild das jetzt schon Realität ist.

00:06:56: Das alte bleibt bestehen hast du in einer Panel-Disposition gesagt.

00:07:00: Seit dreißig Jahren ist das Thema Zukunftsvisionen oder Zukunftsforschung bei euch angesiedelt.

00:07:07: Wie schnell ist denn dieser Wandel in der Hotellerie?

00:07:12: Also Wandel und Transformation findet immer auf unterschiedlichen Ebenen statt und jede Ebene hat ihre Geschwindigkeit.

00:07:20: Gemeint ist damit, wenn ich Entwicklungen im Stadtgeschehen betrachte.

00:07:24: Zum Beispiel architektonische Entwicklung dann weiß ich eben und deswegen habe ich das auch gesagt mit des alte wird in großen Teilen bestehen bleiben nur manche Dinge abgelöst.

00:07:35: wir werden ja in sechzig Jahren nicht eine komplett neue Architektur in unseren gewachsenen Städten wieder finden.

00:07:41: da werden alte Gebäude immer noch da sein.

00:07:45: trotzdem werden neue besonders innovative zukunftsweisende Gebäuden hinzukommen.

00:07:50: Das Alte bleibt bestehen.

00:07:53: Und alles, was technologischer Natur ist im Sinne von Digitalisierungsleistungen und im operativen Betrieb eines Hotels, ist viel schnelllebiger als die Architektur – also die gebaute Architektor.

00:08:09: Deswegen können wir da schon mit viel Veränderung rechnen.

00:08:13: Also auch mobiljahr im Hotel ist etwas.

00:08:16: Es wird einfach in schnellen Zyklen erneuert Und da kann ich relativ schnell auch Zukunft adaptieren.

00:08:24: Aber wie gesagt, die gebaute Struktur wenn sie erstmal da ist dann fällt es deutlich schwerer.

00:08:29: Es ist deutlich behäbiger genauso auch Energieversorgung.

00:08:33: inwieweit kann ich denn auf ganz neue Systeme setzen im gewachsenen Strukturen?

00:08:38: das ist immer schwieriger Wenn ich schon solche Strukture habe.

00:08:43: jetzt wissen wir natürlich auch global gesehen dass es Städte gibt Die werden einfach aus dem Nichts entwickelt.

00:08:53: Da gibt es noch nichts, da ist Wiese und dann baut man neue Städte.

00:08:57: auch da kann man mit ganz neuen Ideen sehr schnell zukunftreal werden lassen.

00:09:03: aber hier in Europa haben wir eben Rahmenbedingungen die das so nicht

00:09:07: zulassen.

00:09:08: Wenn wir jetzt als Zeitreisende dieses Hotel betreten würden, zwanzig fünf von Dachzig was würde uns sofort auffallen?

00:09:14: auf den ersten

00:09:15: Blick?

00:09:17: Die Dinge, die wir erleben in diesem Hotel gar nicht geprägt sind von Technologie.

00:09:22: Also die Frage ist auch ob ich überhaupt noch Roboter sehe, die in den Räumen fahren oder sich da bewegen... Das ist eigentlich nicht die Idee dieser Utopie sondern Technologie rückt wirklich aus dem Sichtfeld der Gäste.

00:09:38: Sie ist da und viel davon ist da!

00:09:42: aber sie rückt aus dem Sichtfeld.

00:09:43: Das heißt, ich komme als Gast in eine Welt die ganz natürlich auf mein Wohlbefinden förderlich

00:09:51: einwirkt wo ich

00:09:52: ohne zu wissen warum mich angekommen fühle als Gast In der fremden Umgebung begeistert bin von der Schönheit der Räume Wo ich sofort das Gefühl habe dass sich da bleiben möchte, dass ich mich aufhalten möchte Und wo ich Inspiration finde, Dinge zu tun die ich vielleicht im Alltag nicht so häufig mache weil ich das Angebot dazu erhalte.

00:10:18: Ich kann mich mit Dingen beschäftigen, meinen Wissen erweitern, kann irgendwelche Dinge lernen und dass alles idealerweise auch in einem Austausch mit Menschen, die mich interessieren, mit denen ich gerne Zeit verbringen möchte die ich im Alltag so auch nicht um mich rum habe und auch nicht so unbedingt in Zugriff.

00:10:38: Vielleicht im Metaverse, aber eben nicht in diesen realen Räumen und Welten.

00:10:43: Und das ist schon eine Besonderheit im Vergleich zu heute.

00:10:48: Hotels sind Erholungskapseln oder Hotels werden, zwanzig fünfundachtzig zu Erholungskapseln.

00:10:55: Was heißt das Wort konkret?

00:10:58: Bereits jetzt kann ich ja in Hotels zum Beispiel wie im Waldhaus im Siles oder im Palassenstaat sehr traditionell mich klassisch erholen, im Wald baden auf den See schauen.

00:11:11: Also wenn wir voraussetzen dass es eben durch technologische Unterstützung in einer ganz anderen, in der neuen Dimension möglich wird auf den einzelnen spezifischen Menschen auf das Individuum förderlich einzugehen zu sagen In welcher Stimmung ist denn die Vanessa heute?

00:11:30: Was möchte sie heute erreichen?

00:11:32: inspiriert werden, gestärkt oder möchte sie eher entspannen sich erholen vielleicht eher mental aktiv sein.

00:11:43: Dann kann die Umgebung entsprechend darauf einwirken oder die Service Systeme angeboten werden.

00:11:51: Da kommen zwei Dinge ins Spiel das eine ist die Kunst und das andere ist die Kuration die eine ganz neue Bedeutung bekommen in diesen Hotels.

00:12:04: Weil schon heute haben wir Hotels mit tollem Design, ja?

00:12:07: Schon heute haben we hotels mit hohem Service.

00:12:10: Aber in dieser Zukunft – in diesem Hotel Utopia dürfen wir davon ausgehen dass sich Menschen intensiv damit auseinandergesetzt haben welche Erlebniswelten und welche Stories, welche Geschichten da erzählt werden für die einzelnen Gäste, damit sie nach dem Aufenthalt in diesem Hotel eine Weiterentwicklung erfahren konnten.

00:12:35: Und es können ganz unterschiedliche Ziele sein, die dafür verfolgt werden und das wirklich für das Individuum Maß zu schneidern und möglich zu machen – das ist immer noch Hotellerie, dass es immer noch Gastgeber tun, aber da können natürlich auch künstlerische Interventionen reinkommen.

00:12:53: allein das Thema Ernährung Es ist ja nicht mehr nur Essensaufnahme und das geht nicht nur darum, wie sind bestimmte Gerichte auf dem Teller angeordnet.

00:13:02: Sondern ganze Erlebniswelten die Geschichten erzählen und wo die Gäste auf eine Reise genommen werden kuratiert wie von einem guten Regisseur der einen Filmnacht oder einem Theaterstück, dass von vorne bis hinten gedacht wird – das Besondere ist genau für eine Person im Publikum!

00:13:26: Also Hyperindividualisierung, dieses Wort ist mehrfach gefallen.

00:13:30: Was auch mehrfach gefallen ist sind Gesundheitslabor, also Hotels werden zu Gesundheitslaboren, wenn ich zum Beispiel in Salpina eingestaan oder ans andere Hotels gehe und denke das spielte dieses Longivity und Biohacking und Medical Spars und personalisierte Ernährung bereits eine entscheidende Rolle heute.

00:13:52: Was ist denn der Unterschied zu einem Gesundheitslabel?

00:13:57: Also zum einen bedeutet ja Labor auch immer viel Experiment und Weiterentwicklung.

00:14:04: Das heißt, wir dürfen schon davon ausgehen dass diese Themen aus dem hier-und jetzt in der Zukunft nochmal eine Transformation erlebt haben also noch mal auf einem Next Level gehoben sind.

00:14:16: Und wenn man jetzt davon ausgeht im Hotel Utopia wird alles intuitiver erlebbar.

00:14:22: Heute setzen sich Menschen noch sehr konkret mit diesen Fragestellungen auseinander, wie kann ich gesünder leben?

00:14:29: Wie ernähre ich mich.

00:14:31: Es sind harte Umstellungen teilweise der eigenen Alltagsroutinen die notwendig werden und im Hotel Utopia ist es alles viel intuitiver und selbstverständlicher.

00:14:42: Ich trink immer noch das gleiche Getränk aber die Inhaltsstoffe sind so verändert worden dass sie mir persönlich gut tun und mich nicht mehr schädigen macht vielleicht nach wie vor keinen Sport, weil ich ein Sportmuffel bin.

00:14:56: Dafür werde ich aber über den Schlaf so aktiviert dass sich Muskeln aufbauen an den Stellen wo ich sie benötige.

00:15:06: also immer noch dieselben

00:15:08: Logiken

00:15:09: die hinter dem Thema Wie fühlt sich Mensch wohl?

00:15:12: Wann ist Mensch gesund?

00:15:14: stecken Aber eben andere Methoden und andere Möglichkeiten diese Ziele zu erreichen.

00:15:21: Thomas Strauman, der Besitzer des Hotel Troirua hier in Basel.

00:15:25: Der hat gerade zwei Zimmer seines exquisiten Hotels für ein Fimoar geopfert mit einer sieben Meter hohen Decke.

00:15:33: Ist das aus deiner Sicht ein strategischer Fehlentscheid?

00:15:36: Oh!

00:15:41: Ich kenne weder das Hotel noch seine Gäste und wenn er der Meinung ist dass heute die richtige Entscheidung ist dann ist es sicherlich eine Unternehmerische Dann möchte ich die nicht anzweifeln Ob wir in der Zukunft noch rauchen oder ob wir vielleicht andere Möglichkeiten gefunden haben, da geht es ja nicht nur um Genuss.

00:16:03: Da geht's auch wieder um soziale Interaktion und da gehts vielleicht auch um die Räumlichkeit, die eine bestimmte Wirkung hat – vielleicht auch das Getränk, dass ich zur Zigarre einnehme.

00:16:18: Also das Hotel Utopia bietet auf jeden Fall viele Möglichkeiten diese Situation neu interpretiert, da zu bieten.

00:16:29: Und das ist glaube ich das Spannende!

00:16:31: Ich würde jetzt voraussetzen dass wir in sechzig Jahren nicht mehr die klassische Zigarrenlaunch vorfinden.

00:16:38: aber wer weiß es gibt auch immer wieder bei den Bewegungen Richtung Zukunft und den Veränderungen den Drang bei uns Menschen das sind diese Retrotrends sich auch mal wieder das gute alte als ein Sicherheits-Element zur Gemüte

00:16:53: zu führen.

00:16:54: Gerade jetzt sehr spürbar, gerade in heikern Zeit.

00:16:58: Ob es aber

00:16:58: die Vergare sein muss, kann man darüber diskutieren.

00:17:03: Wie viele Gäste wird's überhaupt noch geben?

00:17:05: Wenn ich das Raumschiff Enterprise und das Holodeck mir vorstelle, dass ich ja dann zu Hause in meinem Zimmerchen haben kann, kann ich auch Tennis spielen oder wandern oder eben vielleicht auch in einem virtuelles Hotel einchecken.

00:17:18: Wieviele Gästen werden überhaupt noch einchecken?

00:17:21: eine spannende Frage.

00:17:25: Wir gehen schon davon aus, wenn wir uns die Entwicklungen anschauen dass Geschäftsreisen anders aussehen werden.

00:17:33: Genau das was du gerade angesprochen hast ich kann mich ja fast schon teleportieren in der Zukunft über diese Technologien ist eigentlich heute schon in einer bestimmten Form.

00:17:44: Ist es möglich?

00:17:47: Wenn Geschäfts Reisen reduziert werden und auch Urlaub nicht mehr diese Notwendigkeit hat.

00:17:54: Wenn man sieht die Geschichte von Urlaub, das ist eine Pause zwischen Arbeiten.

00:17:59: Jetzt ändert sich aber auch unsere Arbeitswelt und die wird immer flexibler gestaltbar.

00:18:06: also wenn ich diesen diesen Urlaub als Erholungszeit so gar nicht mehr dringend brauche wer reist noch?

00:18:14: Und aus welchem Grund?

00:18:16: Die Idee im Hotel Utopia ist wie gesagt des Menschzentrierte dass Menschen in ein Hotel reisen werden für einen temporären Aufenthalt.

00:18:25: Das wird nicht nur eine Nacht sein, auch nicht nur zwei.

00:18:28: Es wird eine längere Zeit sein in der Menschen an diesen Ort reißen um sich dort sorgenfrei zu bewegen In einer Umgebung die ihnen gut tut, in einer Natur die intakt ist und mit Menschen die sich stimulieren und vielleicht auch in ihrer Weiterentwicklung ihnen helfen.

00:18:52: Und damit ist das ein transformativer Prozess.

00:18:56: Also der Mensch geht dahin, so wie wir vielleicht heute sagen würden, ich gehe zur Reha, damit ich gesünder werde oder ich gehe heute mal ins Wellness Hotel, damit Ich entspannter werde.

00:19:07: Ins Hotel Utopia gehe ich um inspiriert zu werden durch die Menschen dass es mir gut geht und mich wohlfühle, dass ich gesunder werde oder gesund bleibe und dass ich Tätigkeiten nachgehen kann, die mich zutiefst erfüllen.

00:19:25: Und das funktioniert nur in der Community von Menschen, die mir auch länger als jetzt nur eine Nacht begleiten.

00:19:32: Das heißt, der Hotelaufenthalt als solcher hat auch einen anderen Sinn und Zweck

00:19:37: als heute.

00:19:38: Wenn wir von der Dystopie des Reissens ausgehen – also du beschreibst die Utopie denn... positiven Gedanken.

00:19:45: Ich würde jetzt mal den negativen Gedanken ausformulieren, in Zukunft brennen die Wälder noch mehr es wird noch heißer sein man wird eigentlich gar nicht mehr reisen wollen.

00:19:55: also wenn ich von dieser Dystopie ausgehe welche Hotels werden in Zukunft verschwinden?

00:20:02: Also in der Utopie steckt auch der Wunsch dass wir der Menschheit den Menschen eine Welt erhalten

00:20:11: können die lebenswert

00:20:13: ist Das heißt, genau das überwinden was du jetzt da stellst.

00:20:20: Natürlich ist diese Dystopie eine die sich realistisch am Horizont abzeichnet und dann ist tatsächlich die Frage also welche Reisen in welcher Form finden dennoch statt?

00:20:31: vielleicht ist es seine reine Flucht aus einem dystopischen Alltag die ich mir ermögliche weil ich sage ich kann sonst dieses schrecklich schlimm gewordenen Welt gar nicht mehr ertragen.

00:20:45: Aber das ist die Dystopie.

00:20:47: Die Utopie, die wir uns anschauen bedeutet... Wir haben hoffentlich diese Herausforderungen als Menschheit überwunden.

00:20:59: Wir haben die großen Katastrophen vermieden und sind in der Lage uns dem Reisen in einer neuen Form zu widmen.

00:21:07: Und ich finde es deswegen so wichtig und wünschenswert weil das Reisen liegt schon immer in der Natur den Menschen.

00:21:15: Reisen bildet sagt man so schön!

00:21:18: Und das ist auch so.

00:21:20: Auch die interkulturelle Austausch, auch die Völkerverständigung – auch wenn wir eine KI haben, die Sprachen übersetzen kann in Echtzeit.

00:21:33: aber ich würde mir wünschen für uns Menschen dass es weiterhin auch eine Bedeutung hat auf andere Menschen in der Realität zu treffen und mich mit ihnen ehrlich auszutauschen Dinge zu erfahren, mit ihnen in den Austausch zu kommen.

00:21:51: Also ich glaube damit sich Menschen weiterentwickeln können brauchen sie die Interaktion mit Menschen und nicht nur mit der KI.

00:22:01: das bringt uns nicht wirklich weiter.

00:22:04: Das schlafen wird sich verändern in diesem utopischen schönen Hotel.

00:22:08: wie schlaffen wir denn in Zukunft?

00:22:10: was meinst?

00:22:11: du hast ein tipp?

00:22:12: da gibt es auch unterschiedliche unterschiedliche Ideen, also in einer Studie habe ich gelesen wir Menschen sollten idealerweise hängen schlafen.

00:22:21: das wäre

00:22:21: ganz gut.

00:22:23: Wie Fledermäuse?

00:22:24: Wie eine Fledermaus, genau!

00:22:27: Wir haben jetzt im Hotel Utopia die Annahme getroffen dass das Bett eher zu einem Möbelstück wird wie ein Kokon indem man sich alleine oder vielleicht dann doch auch zu zweit so betten kann dass eben eine hochgradig personalisierte Umgebung wieder geschaffen werden kann, die vielleicht sogar die Schlafzeit immens verkürzen kann.

00:22:56: Wir brauchen ja heutzutage eine bestimmte Zeit an Schlaf und auch eine bestimmten Intensität des Schlafes damit wir einen Erholungszustand erreichen können der uns gesund in den nächsten Tag entlässt.

00:23:09: Jetzt setzen wir doch mal voraus Entspannungskokons in denen wir schlafen, die Frischluftzufuhr.

00:23:19: Die Ruhe, die Akustik, die Umgebungsbedingungen so beeinflussen können und so steuern dass ich schon mit drei oder vier Stunden Schlaf den Erholungseffekt habe, den ich heute nach acht Stunden habe.

00:23:33: Es würde viel

00:23:34: verändern!

00:23:35: Das wäre fantastisch, aber ich gehe davon aus dass diese Industrie ja diese Betten dann nicht der Hotellerie zuerst sondern den ganzen Menschen überall auf der Welt verkaufen möchte.

00:23:45: Also muss ich ja nicht unbedingt in ein Hotel weil ich werde so einen Krokun bei mir Zuhause haben vielleicht gar nicht mehr aus diesem Krokun rauswollen?

00:23:53: Das ist richtig das ist aber heute auch nicht anders.

00:23:56: Auch im schönen Whirlpool kann ich mir zu Hause leisten Teilweise schon ins Hotel, weil eben genau dort ein ganz besonders toller Virgul angeboten wird.

00:24:08: Und solche Kokos, das hört man ja vielleicht schon raus sind zumindest auch entwicklungsintensiv wahrscheinlich auch kostenintensif und es war schon immer eine Idee so was dann auch in einem gehobenen hotel erst mal anzubieten und vielen Menschen zugänglich zu machen die sich dass dadurch erstmal leisten können Und oft kommen die Produkte dann erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Massenmarkt und auch in die Wohnzimmer nach Hause.

00:24:33: Aber wahrscheinlich wird es immer auch wohlhabende Personen geben, die sich das sofort schon als Prototypen nach Hause kaufen ja?

00:24:42: Also seid ihr eigentlich ein Forschungslabor für nicht die Hotellerie sondern die Hotelerie dient als Erforschung von neuen Produkten.

00:24:51: Das ist tatsächlich in vielen Produktentwicklungen in der Vergangenheit so gewesen.

00:24:57: Es hat gar nichts mit unserem Fokus als Forschungsinstitut zu tun.

00:25:02: Aber die Hotellerie hat natürlich einen Skalierungseffekt, den jetzt ein privates Wohngebäude zum Beispiel nicht hat.

00:25:10: und wenn eine Hotelier sagt ich habe zweihundertfünfzig Zimmer Ich würde jetzt mal im Produkt in jedem dieser Zimmer einbauen Wenn ihr liebe Industrie das entwickelt dann hat die Industrie schon Grund zu sagen Die Produktentwicklung könnte interessant sein, weil er hat zweihundertfünfzig Zimmer.

00:25:27: Aber das Unternehmen, das dahinter steht, hat zweitausendfünfhundert Hotels weltweit.

00:25:32: Da lohnt sich der Invest in ein neues Produkt im Vergleich.

00:25:36: jetzt zu vielleicht einem... Architekten, der sagt ich habe gerade ein spannendes Produkt aus einem Einfamilienhaus.

00:25:43: Würdet ihr hier vielleicht mal euer Produkt entsprechend weiterentwickeln?

00:25:46: Das Future House gibt es ja in der Schweiz schon im Zug.

00:25:50: da wurden ganz verrückte Materialien und die Connectivity das Internet der Dinge und so appliziert.

00:25:57: also das Auto spricht natürlich mit der Badewanne und so weiter.

00:26:01: Also die Temperatur ist geregelt, also all diese Dinge, die existieren ja bereits.

00:26:06: es ist jetzt nicht etwas was wir da nicht mehr erleben werden.

00:26:11: trotzdem wird sich alles verändern.

00:26:14: Wir haben auch in Hotels diese Stromfresserprodukte wie zum Beispiel im Minibar etc.

00:26:20: Viele Hoteliers machen sich Gedanken Ja braucht das so eine Minibare?

00:26:23: Es ist energetisch nicht sehr sinnvoll.

00:26:25: Wird diese Minibars verschwinden oder wird sie bleiben?

00:26:31: Also die These habe ich schon im Jahr two-tausend acht, als wir das Hotelzimmer der Zukunft zum ersten Mal umgesetzt haben.

00:26:40: Gebaut als Vision und zugänglich gemacht haben.

00:26:45: Sehr klar beantwortet!

00:26:46: Die Minibar wird verschwinden nicht nur wegen Energieaufwand sondern auch wegen operativen Aufwänden, die damit einhergehen.

00:26:57: Die Miniba muss in Stand gehalten werden geputzt gereinigt.

00:27:02: Man muss gucken, was hat der Gast hinterlassen?

00:27:04: Der gerade ausgeteckt hat und sie natürlich auch regelmäßig neu bestücken.

00:27:09: Das sind Lösungen.

00:27:11: da kann ich über den einfachen Zugang ein Roboter, der mir dann die Ware, die bestellt wurde und gewünscht ist ins Zimmer bringen, das ganz anders lösen kann.

00:27:23: Da würde ich nicht lange darüber nachdenken, dass so zu

00:27:27: beantworten.

00:27:29: Die Wette gilt... kurze Zwischenfrage, welche drei Worte oder Werte kommen dir jetzt spontan in den Sinn?

00:27:35: Wenn du an die IGO, die hier um uns herum herrscht und stattfindet, denkst.

00:27:44: Experimentierfreude, Neugier und Zukunftslust!

00:27:55: Wir haben einen kleinen Einblick jetzt von dir vom Hotel Utopia bekommen.

00:28:00: Das sind nicht nur einfach fantastische Ideen, sondern das Ergebnis auch von einem wissenschaftlichen Prozess.

00:28:06: Wie entstehen eigentlich Zukunftsvisionen und wie geht ihr dabei vor?

00:28:11: Da gibt es klassische wissenschaftlich basierte Prozesse die wir auch schon in sehr vielen Projekten für unterschiedliche Branchen zum Einsatz gebracht haben.

00:28:21: Klassisches Szenarioentwicklung.

00:28:23: Da gehen wir in der Regel sofort, dass wir erstmal Trends zusammentragen.

00:28:27: Da findet viel Recherche-Arbeit statt.

00:28:30: Man schaut welche Studien, welche wissenschaftlichen Beiträge gibt es zu Themen?

00:28:35: In dem Prozess werden auch Experten eingebunden.

00:28:37: In der Regel macht man sowas über eine Delphi Umfrage – das ist eine bestimmte Methode, in der man einfach Experten zu ihren Prognosen und ihren Bewertungen von Zukunftsthesen in den Prozess involviert.

00:28:53: Und dann ergeben sich aus Einflussfaktoren, die man sich aus den Trends ableitet.

00:28:59: Die man dann bündelt.

00:29:01: Ergeben sich erste sogenannte Projektionen.

00:29:04: Projektionsbündel und man sagt immer... ...die Trends die man da zusammen bringt müssen in sich Konsistenz sein.

00:29:11: Das heißt es muss eine in sich geschlossene Zukunft sein.

00:29:13: ich kann nicht ein Zukunftsbild machen und sagen einen Grundtreiber ist das alle Menschen verarmt sind Aber dann leben sie gleichzeitig in der Welt, wo sie genug zu essen haben und total glücklich sind.

00:29:26: Das ist keine konsistente Zukunft.

00:29:29: Das heißt man prüft auf Konsistenz da kommt in der Regel auch nochmal Technologie zum Einsatz weil diese Matrizen die sich da aufspannen um jeden Einflussfaktor mit dem anderen gegenüberzustellen Die sind sehr groß es sind große Daten die man da zusammenträgt Und dafür gibt es spezialisierte Software Alternative Zukunfte aus diesem Prozess heraus und das ist ein ganz wichtiges Verständnis.

00:30:00: In der Zukunftsforschung schauen wir nicht in eine Glaskugel, wir entwickeln eben mit diesen Prozessen Serigide diese alternativen Zukunften und wir wissen auch nicht welche davon wird in Zukunft Realität?

00:30:19: Wir können es mit Wahrscheinlichkeiten hinterlegen.

00:30:22: Man muss aber auch einen realistischen Blick darauf haben und sagen, natürlich gibt es immer mögliche Entwicklungen die wir heute so nicht voraussehen können.

00:30:32: Wenn ein Komet auf die Erde einstürzt

00:30:35: oder technische neue Entwicklungen

00:30:37: eine technische Neuentwicklung die wir Heute noch überhaupt nicht erahnen können Natürlich kann die entstehen.

00:30:43: Die Menschheit ist so genial schon immer gewesen.

00:30:46: Das sind also Unsicherheiten die man immer vorbehält.

00:30:52: Wir haben jetzt diese alternativen Zukunft entwickelt.

00:30:55: Es kann aber sein, es kommt alles komplett anders und wir können anhand dieser alternatifen Zukünfte genau in den Prozess nachher einsteigen die wir's hier auf der IG hohe machen.

00:31:08: Wir können diese Zukunftsbilder Menschen präsentieren mit Branchenvertretern teilen Mit der Industrie teilen Und dann wird deren Realität Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch Wirklichkeit, weil wenn die Industrie auf diese Zukunftsbilder einzahlt, entsprechende Produkte entwickelt, entsprechendes Services angeboten werden.

00:31:35: Die Nutzer, die es ja nachher betrifft zum Beispiel die Gäste sagen wow das ist eine Realität!

00:31:41: Auf die freue ich mich, die möchte ich haben.

00:31:46: Dann werden solche Zukunfts Bilder auch realistisch.

00:31:49: Es müssen die Menschen wollen Und wir brauchen viele Menschen, die das wollen.

00:31:53: Deswegen brauchen wir starke Zukunftsbilder, die man kommuniziert, die sich verbreiten und die als Wunschwirklichkeit auch einen Sog erzeugen, dass Menschen selber Teil davon sein möchten diese Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen.

00:32:08: Es geht bis hin zur Startup-Grundung.

00:32:11: Wir brauchen dann junge Wilde, die voller Euphorie unter Neverspirit an solchen neuen Lösungen arbeiten.

00:32:20: Da möchte ich ein bisschen dranbleiben.

00:32:22: Wie entwickelt ihr denn fassbare Visionen, die eben inspirieren und trotzdem gerade noch realistisch genug umsetzbar erscheinen so dass sich eben als kleiner Mann auch daran glauben kann?

00:32:36: Also in normalen wissenschaftlich fundierten Projekten wenn zum Beispiel Branchenvertreter Verbände Stiftungen unterschiedlichste Stakeholder vielleicht eben auch Unternehmen auf uns zukommen, sagen könnt ihr uns mal Zukunftsszenarien entwickeln.

00:32:55: Dann tun wir das sehr gerne in der Regel mit einem Blick auf die nächsten zehn Jahre, vielleicht auch die nächsten fünfzehn Jahre und hat auch schon mal zwanzig, dreißig Jahre antizipiert.

00:33:04: aber es ist schon eher ein Zeitraum indem auch ein Unternehmer am Ende mit diesen Szenarieren realistisch arbeiten kann und konkrete Planungen vorantreiben kann finanzielles Investment-Steuern, den Einsatz von Mitarbeitenden gezieltes Recruiting ableiten kann weil sie diese Zukunft ansteuern möchten.

00:33:29: Dann werden die Bedarfe im Hier und Jetzt und schrittweise aus dieser Zukunftsvision abgeleitet.

00:33:36: Wenn wir jetzt von der Utopie im Jahr twenty fünf und achtzig sprechen im Vergleich geht das so nicht.

00:33:42: Das ist der große Unterschied.

00:33:43: also deswegen haben wir es auch eine Utopia genannt und nicht ein Zukunfts-Szenario.

00:33:49: Oder eine strategische Vorausschau jetzt aus wissenschaftlicher Perspektive.

00:33:54: Davon löst sich diese Utopie, deswegen haben wir gesagt das ist eine Wunschwirklichkeit die wir als Bild zeichnen und es ist eben nicht das Zukunftsszenario dass wir wirklich stringent wissenschaftlich fundiert erarbeitet

00:34:08: haben.

00:34:08: Wer Transformation jetzt strategisch gestalten will oder gestaltet der oder die sollte sich... Wie du sagst, eben auf die Zukunftsforschung abstützen.

00:34:18: Das ist klar!

00:34:19: Ich würde jetzt gerne etwas auf die langjährige Arbeit vielleicht auch im Feld der Hotellerie eingehen, die ihr habt.

00:34:26: In den vergangenen Jahren wurde das Future Hotel Innovation Network gegründet.

00:34:31: Seit Jahr gab es sieben Forschungsphasen.

00:34:33: Jetzt im Januar zwanzig fünfundzwanzig ist die achte gestartet.

00:34:37: Welche Themen bewegen dich in dieser Phase besonders?

00:34:42: Aktuell... Es ist die Robotik und die künstliche Intelligenz, die uns umtreibt.

00:34:47: Vor allem eben auch die Hotelliers, die Teil unseres Netzwerks sind weil wir schon klar sehen Auch wenn man schon vor zwanzig Jahren über die Service Roboter in der Hotelerie gesprochen hat oder über die Reinigungsroboter.

00:35:02: Wir haben jetzt eine technologische Entwicklung Eine Marktreife Und auch mittlerweile eine Kostenstruktur in diesem Markt dass der Roboter für den einzelnen Hotelier auf einmal greifbar wird.

00:35:19: Wir sehen, das technische Ökosystem rund um die Robotik auch für die Hotellerie jetzt realistisch anwendbar gestaltet.

00:35:31: Wie viele Arbeitsplätze werden dann konkret verschwinden und im Prozent?

00:35:38: Es ist schwierig weil rein theoretisch, nein eigentlich rein praktisch muss ich sagen... Gibt es ja heute schon Hotels, die ohne Personal vor Ort und Zeit auskommen?

00:35:52: Die noch irgendwo ihre Steuerzentralen haben ihr Headquarter.

00:35:56: Da reichen oft fünf, sechs, sieben, acht Personen um mehrere Häuser am Laufen zu halten.

00:36:03: Das heißt eine bestimmte Art von Hotelerie kommt heute schon mit minimalstem Personaleinsatz aus.

00:36:12: Natürlich brauche ich dann auch Housekeeping-Teams, die reingehen.

00:36:16: Oft sind sie eben extern.

00:36:19: also bleibt die Frage eigentlich eine das Hotelliers wie viel Personal will Ich in Zukunft noch einsetzen damit ich den Gast dem bestmöglichen Service kreieren kann im Rahmen von einem Preis Leistungsverhältnis dass dann eben auch dem eigenen Hotel Konzept zuträglich

00:36:41: ist?

00:36:41: Denkst du, wird der fünf Sterne-Gast weniger bereit sein mit deinem Roboter zu kommunizieren?

00:36:47: Nein es glaube ich nicht.

00:36:48: Weil der Einsatz von Robotern und die Interakt-Summitrobotern wird für uns alle in Zukunft viel selbstverständlicher sein Und das ist keine Frage von zwei Sternen oder fünf Sternen Es wird im Alltag normal sein.

00:37:01: Die Frage ist aber welche Experience verspricht sich ein Luxusgast noch in Zukunft vom Hotel?

00:37:08: Erwartet er dass ein Roboter an den Tisch fährt und das Geschirr in die Küche trägt?

00:37:14: oder sagt er, für mich ist eigentlich Luxus dass es durch einen Menschen passiert der dazu noch irgendwie ein frechen Spruch auf den Lippen hat oder mir noch ein gutes Gefühl vermittelt.

00:37:27: Oder gibt's ganz andere Lösungen?

00:37:28: Ist es eben nicht mehr der Roboter sondern verschwindet der Teller einfach regelrecht im Erdboden vom Tisch weg?

00:37:35: und ich sehe keinen Roboter Ich sehe da aber auch keinen Menschen, sondern die Situation löst sich einfach wie aus Zauberhand technologisch gesteuert.

00:37:45: Wie denkst du wird der Mensch und die Maschine?

00:37:47: Wir werden sie mehr und mehr verschmelzen.

00:37:51: Das war ja auch vom Gottlieb-Dutwieler-Institut schon seit langen Zeiten eine These.

00:37:56: diese Menschmaschine eigentlich diese Borg-Dision

00:38:01: finde ich sehr spannend weil es auch in meinem Namen wiederfinde.

00:38:06: also Borgmann ist von Cyborg nicht so weit weg.

00:38:10: Genau,

00:38:10: ja!

00:38:12: Das ist ein ganz spannendes Thema weil wir ja viele systemische Lösungen immer auf den Menschen beziehen sagen der Mensch im Mittelpunkt.

00:38:21: alles was wir tun soll den Menschen unterstützen und genau das ist auch die Aussage im Hotel Utopia.

00:38:26: Wir möchten es alles für den einzelnen Menschen tun Und jetzt verändert sich aber dieser Mensch eben in dem Ökosystem Mensch Technik genauso.

00:38:38: Wir müssen davon ausgehen, dass Menschen in Zukunft in der Art und Weise enhanced sind.

00:38:45: Dass viele von uns sensorig an sich haben werden vielleicht sogar Implantate die nochmal besondere Funktionalitäten

00:38:57: geben

00:38:58: können.

00:38:59: Da geht es natürlich auch um Schnittstellen zu unserem Gehirn.

00:39:03: Kann ich mir Wissen einfach über den USB-Stick aneignen, den ich mir ans Gehirn

00:39:08: stöpsel?

00:39:09: Oder direkt mit einer künstlichen Intelligenz verbunden bin.

00:39:12: So dass man nicht mehr weiß welcher Gedanke eigentlich...

00:39:14: Da haben wir auf einmal super Hirne in der ganz neuen Leistungsfähigkeit.

00:39:21: Kann ich vielleicht riechen wie das manche Tiere können und Hund hat ja einen ganz anderen olfaktorischen Sinn als wir.

00:39:29: Können wir uns Menschen mit ein bisschen technologischem Einsatz vielleicht dahin bringen, dass wir genau so riechen können.

00:39:36: Können wir viel besser sehen?

00:39:37: Sehen wie ein Falke!

00:39:39: Also das sind schon Themen... als Wissenschaftlerinnen treiben die mich sehr stark um und da gibt es natürlich auch verschiedene Positionen in der Wissenschaft, verschiedene Entwicklungen.

00:39:50: Sehr, sehr spannend.

00:39:51: Da stellt sich eigentlich genau die gleiche Frage wenn wir doch uns super weiterentwickeln können, wenn wir es zulassen dass Technologie mit uns verschmilzt.

00:40:06: Wollen wir das?

00:40:08: Es wird möglich sein aber wollen wir das?

00:40:13: und diese Frage werden wir uns alle in Zukunft beantworten

00:40:16: müssen.

00:40:17: Genauso

00:40:18: wie der Hotelier entscheidet, wie viel Technologie er an den Gast ranlässt und wie er seine Serviceprozesse gestaltet, müssen wir uns in der Gesellschaft fragen in meinen Körper und an meinem Körper, damit ich mich als Mensch transformiere.

00:40:36: Damit ich am Ball bleiben kann?

00:40:39: Das ist ja eine andere Geschichte, weil ich muss am Arbeitsmarkt am Ballbleiben können.

00:40:44: Und wenn schnelle Entscheidungen gefordert sind im Job auch als Hoteldirektor, dann hilft mir die künstliche Intelligenz oder die Konnektivität.

00:40:57: Es geht ja schon los!

00:40:58: Wenn ich mir überlege Ich hätte jetzt in einer Schulklasse die Hälfte der Kinder, die dürfen eine Rechenmaschine verwenden und die andere Hälfe darf es nicht.

00:41:10: Die einen haben Brain-Computer Interfaces, die anderen nicht.

00:41:15: Wohin führt uns das als Gesellschaft?

00:41:17: Ich habe keine Antwort darauf aber es sind Fragen, die kommen auf!

00:41:21: Vielen herzlichen Dank Vanessa Borkmann für dieses inspirierende Gespräch zum Hotel der Zukunft.

00:41:27: Wir sind schon fast am Ende von unserem Podcast angelangt, ich habe noch fünf schnelle kleine Fragen.

00:41:33: bitte einfach entscheiden und schnell antworten.

00:41:35: was ist dein Lieblingslied?

00:41:37: Country Roads!

00:41:40: Aber nur bei Karaoke.

00:41:42: Singst du gut?

00:41:43: Nein

00:41:44: Also wenn wir machen es nicht gibt keine Probe.

00:41:47: auf Exempel Was is dein Liebungsgericht?

00:41:49: Tortellini a la Panna.

00:41:51: Was ist das Lieblingsrestaurant von dir?

00:41:53: Das E-Tranoline im Europapark.

00:41:56: Lieblinsbar!

00:41:57: Ich freue mich gerade auf eine Bar in Hongkong, ich habe jetzt den Namen vergessen aber es ist eine Bar die ganz nachhaltig CO² neutral ganz innovative Drinks macht.

00:42:09: Ich finde den Namen noch mal raus.

00:42:11: Wird nachgeliefert Lieblingshotel.

00:42:14: Es ist ein Hotel in Costa Rica mitten im Dschungel mit Baumhäusern.

00:42:20: Vielen Dank, Vanessa Borkmann für's Mitmachen.

00:42:22: Danke allen hier fürs Kommen an die IGO euch zu Hause und fürs Reinhören.

00:42:28: das war hosting the house.

00:42:29: Vanessa was wirst du uns zum Schluss in Sachen Zukunft noch mit auf den Weg geben?

00:42:35: Zukunft kann nur passieren wenn wir sie alle gestalten oder Sie wird so passieren wie wir sie gestalten und dass jede einzelne Person ein Teil dieser Zukunftsentwicklung.

00:42:49: Was wir heute tun und was wir morgen tun, beeinflusst die Welt von morgen.

00:42:55: Und jeder Einzelne!

00:42:55: Wir können politische Veränderungen einfach akzeptieren und hinnehmen, wir können uns aktiv beteiligen.

00:43:03: Wir können Technologie einfach nur aus dem Discounter kaufen?

00:43:09: Wir können uns an der Entwicklung beteiligten, können Firmen gründen, können uns engagieren, können Wissen anreichern wieder in die Gesellschaft zurückgeben.

00:43:19: Wir können in so vielen Belangen Dinge tun, auch im Care Sektor.

00:43:23: Wir könnten für andere Menschen da sein, ihnen zuhören, in der Welt und in der Einsamkeit gerade über unser Land einherziehen.

00:43:31: Wir alle sind Teil dieser Zukunft!

00:43:33: Und es ist so wichtig dass wir uns das immer wieder mal bewusst machen.

00:43:37: Es ist nicht ein Passives auf die Zukunft warten.

00:43:40: Es geht darum die Zukunft aktiv zu

00:43:42: gestalten.".

00:43:45: Da sich der IGH-Podcast Hosting der Hosts gesehen Vor und mit dem anderen Willi.

00:43:51: Herzlichen Dank fürs Zuhören!

00:43:53: Wiedere Informationen gibt es auf www.igh.ch.

Über diesen Podcast

Der Podcast für professionelle Gastgeberinnen und Gastgeber. Die Igeho, die grösste Live-Marketing Plattform für die Hospitality-Industrie in der Schweiz lanciert den monatlichen Podcast "Hosting the Hosts".

Andrin Willi, der erfahrene Gastronomie-Experte und ausgebildete Hotelier, übernimmt die Moderation und Produktion dieses neuen circa 30-minütigen Podcast-Formats. Fernab vom klassischen Tonstudio spricht er mit erfolgreichen Gastgeberinnen und Gastgebern – aus der Gastronomie, der Hotellerie, dem Nightlife, der Gemeinschaftsverpflegung oder der Beratung. Der Podcast wird sich quer über alle Bereiche der Hospitality mit Aktuellem und Trends beschäftigen sowie Veränderungen in der Gastronomie und Hotellerie beleuchten.

www.igeho.ch

von und mit Andrin Willi, Igeho

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